Schulordnung

Mit Beginn des Jahres 2017 gingen wir an die Arbeit unserer neuen Schulordnung. Ziel ist es, gemeinsam mit Kindern und Lehrkräften eine Schulordnung für unsere „Wohlfühlschule“ zu erarbeiten.

Für die gemeinsame Erarbeitung mit den Schülern unserer Schule wurde der Regelrat gegründet. Ihm gehören je zwei Kinder einer Klasse an. Der Regelrat sammelt die Ergebnisse aus den Klassen und gibt wiederum die Ergebnisse und Aufgaben aus dem Regelrat an die Klasse weiter.

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Der 1.Regelrat hat getagt:
Die in den Klassen gewählten Kinder waren am Anfang des ersten Regelrattreffens total gespannt und aufgeregt. Nachdem alle ihren eigenen Regelrat-Ausweis befestigt hatten und es darum ging, zu überlegen, warum Schulregeln an unserer neuen Schule Sinn machen, tauten sie alle auf. Die Finger flogen nur so nach oben und die Ideen sprudelten nur so.
Ein Punkt stand deutlich im Raum: Alle möchten eine friedliche Schule, in der ein freundlicher Umgang untereinander herrscht. Ohne Regeln funktioniert dies nicht.

Unser 2. Regelratstreffen – Das Schokoladenspiel
Bei unserem heutigen Treffen stand das „Schokoladenspiel“ auf dem Programm, bei dem es darum ging, sich mit seinem Jahrgangsteam als Erstes zum Ziel zu kämpfen, um die verlockende Schokolade zu gewinnen. Auf dem Weg dorthin durften sich die Teams auf den 2 Sternenfeldern selbst Spielregeln ausdenken, an die sich alle halten mussten. So zählten z.B. bei einer ungeraden gewürfelten Zahl die doppelten Augen des Würfels oder bei einer 2 wurde ausgesetzt. Während der ganzen Zeit blieben alle Teams sehr gerecht und fair, bis der zweite Jahrgang auf die Idee mit folgender Spielregel kam: Wenn eine 6 gewürfelt wurde, darf man ins Ziel und hat gewonnen. Gesagt, getan. Selbstverständlich fanden die anderen Teams diese Regel unfair.
Gemeinsam stellten wir in der Auswertung fest, dass Regeln nur dann gut sind, wenn sie von allen verstanden werden, wenn sie von allen eingehalten werden können und wenn sie gerecht sind.
Am Ende ging kein Kind leer aus, alle bekamen einen Schokoriegel!
Die Regelratskinder wurden mit ihrer ersten Klassenaufgabe entlassen: Sammelt in eurer Klasse die 5 wichtigsten Regeln, die an unserer Schule gelten!

Das 3. Regelratstreffen
wohlfuehlschuleWie würdest du dich fühlen, wenn du neu an unserer Schule wärst und am Eingang dieser Regelwand begegnen würdest?“ Mit dieser Frage setzten sich die Kinder heute im Regelrat auseinander, nachdem sie ihre Ergebnisse der Klassenaufgabe präsentierten. Schnell waren sich alle einig: Die bisher formulierten Regeln sprechen nur Verbote aus, sagen nur, was man alles nicht darf. An unserer Schule wollen wir uns wohlfühlen, das sollen auch unsere neuen Regeln ausdrücken. Daher nehmen die Regelratskinder eine neue Aufgabe mit in ihre Klassen:
Wie sieht eure Wohlfühlschule aus?
Wie sollten wir uns verhalten, damit wir uns in unserer Schule alle wohlfühlen können?
Gespannt warten wir auf die Ideen und Umsetzungen aller Schülerinnen!

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In verschiedenen Zwischenschritten werden die Ergebnisse zusammengefasst und für die weitere Arbeit genutzt.

4.-8. Regelratstreffen
Aus den Ideen unserer Schüler, eine Wohlfühlschule zu gestalten, entstand eine große Pinnwand mit vielen guten Vorschlägen für ein positives Miteinander. Noch bestanden diese Vorschläge nur aus Schlagworten, wie „leise“ oder „freundlich sein“.
In den folgenden Regelratstreffen setzten sich die Regelratskinder der 3. und 4. Klassen damit auseinander, aus diesen Schlagworten positiv besetzte Regeln zu formulieren. Wichtig hierbei waren uns diese Kriterien:
– NICHT MIT NICHT: Die Sätze sollen nicht die Worte „nicht“ oder „kein/keiner“ oder „niemand“ enthalten.
– Da wir uns als Gemeinschaft sehen, beginnen die Regeln mit „Wir“.
Die Köpfe rauchten, aber nach zwei Treffen standen sie, unsere Regeln!
Alle 12 Regeln waren nach unserem Grundsatz formuliert:

„Wir brauchen Regeln, die alle Kinder verstehen können.“

Da standen wir aber vor einem Problem: In einer Grundschule gibt es immer Nichtleser! Bilder und Symbole mussten her!

Eine gute Aufgabe für unsere Regelratskinder aus den 1. und 2. Klassen. In den folgenden zwei Regelratstreffen hatten die Kinder auf Anhieb tolle Ideen, alle Regeln ideenreich und kreativ zu gestalten.


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Die Vorschläge aller Kinder und Lehrer werden am Ende gesammelt.
Alle dürfen dann mit Klebepunkten die für sie wichtigsten Punkte kennzeichnen, so dass am Ende eine von allen erstellte Schulordnung entsteht.


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9. Regelratstreffen
Heute waren wieder alle Regelratskinder zusammen und bestaunten die Ergebnisse unserer letzten Stunden auf sage und schreibe 4 Stellwänden in unserer Aula – die Regelvorschlagswand ist fertig. Nachdem wir alle Regeln gelesen und kurz besprochen hatten, stellten wir fest, dass sich die eine oder andere Regel relativ ähnelt und dass insgesamt 12 Regeln doch zu viele sein könnten, um sie sich alle gut zu merken. 
Wir einigten uns auf 6 bis 7 Regeln, die künftig in unserem Eingangsbereich alle Schulkinder, Eltern, Besucher und alle Bediensteten unserer Schule Willkommen heißen sollen.
An die Regelratskinder wurden Klebepunkte in Briefumschlägen für ihre Klassen verteilt, mit denen abgestimmt werden soll, welche Regeln am allerwichtigsten sind.

Folgende Abstimmungsregeln gelten:

  1. Alle in unserer Schule mitwirkenden Personen (Schüler, Lehrer, Schulleiterin, Sekretärin, Pädagogische Mitarbeiter, Hausmeister, Integrationshelfer) erhalten 6 Klebepunkte und dürfen diese zu ihren Regelvorschlägen kleben. Ob alle Klebis einzeln verteilt werden oder ob eine bevorzugte Regel mehrere Klebis einer Person erhält, ist hierbei nicht wichtig. 
  2. Mädchen erhalten rote Punkte, Jungen erhalten blaue Punkte, Lehrer & Co. erhalten gelbe Punkte.

Jetzt warten wir gespannt, welche Regeln favorisiert werden! Die neuen Regeln werden mit der ganzen Schulgemeinschaft vorgestellt.